Ultimativer Saar-Ultra

Ultimativer Saar-Ultra in Saargemünd am 6. Juli 2019

Der USU (Ultimativer Saar-Ultra) ist eine Laufveranstaltung der Hartfüßler entlang der Saar mit Streckenlängen von 65km oder wahlweise 111 km. Dabei wird immer auf dem Saarradweg (Asphalt) gelaufen. Start ist in Saargemünd, das Ziel ist Merzig bzw. die Saarmündung in Konz.

Treffpunkt der Läufergruppe war später Freitagabend am Bahnhof Saarbrücken, von wo aus man mit der letzten Saarbahn des Tages nach Saargemünd fuhr. Als Startschuss zählte dann das Öffnen der Zugtüren im dortigen Bahnhof kurz nach Mitternacht. Ausgestattet mit Lauflampen machten sich rund 50 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke entlang der Saar. Vorgegeben waren maximal 8,5 Stunden bis Merzig oder 16 Stunden bis Konz.

Schon in Saarbrücken hatte das Hauptfeld kurz nach 2 Uhr einen Halbmarathon hinter sich, kurz nach Wadgassen war etwa die Marathonstrecke bewältigt (4 Uhr) und hinter Saarlouis die Ultra-Distanz-Grenze überschritten. Dass dort wegen einer überraschenden Baustelle eine „Bonusschleife“ von 1,5km dazu kam, freute die Läufer natürlich ganz besonders.

Eine Herausforderung wie gemacht für unseren Ausnahmeläufer Wolfgang Britz. Auch wenn auf der Strecke nur wenige Steigungen vorhanden sind, war auch für den erfahrenen Langstreckenläufer nach ca. 55 Kilometern eine Grenze erreicht, wo es anfängt zu schmerzen und von wo aus man jeden nächsten vollendeten Kilometer zählt und das Ende herbeisehnt. Aber Wolfgang wäre nicht Wolfgang, wenn er sich nicht vom Start an den Anspruch gestellt hätte, die 65 Kilometer in einer annehmbaren Zeit zu laufen. Und so erreichte er als Erster (!) der 65-km-Gruppe nach 6 Stunden und 27 Minuten das Ziel, den Hafen von Merzig.

„Es war zwar nur die kurze Strecke aber die hat sich ganz schön lang angefühlt.“, so Wolfgang als erstes Statement an seine Sportkameraden, nachdem er sich nach durchlaufener Nacht zuerst mal ausgeschlafen hatte. Und „ Wer kommt beim nächsten Mal mit?“
Auf jeden Fall: Eine Wahnsinnsleistung, zu der alle Bisttal-Runners herzlich gratulieren. Bleibt die Frage, was Wolfgang nach dem Halden-Mohikaner und dem ultimativen Saar Ultra als nächstes Extrem-Projekt angehen wird.